Handwerkhaus, Rothenburg ob der Tauber

Zeugnis mittelalterlicher Baukunst

Ein Einsiedler bewahrte das Handwerkerhaus vor der Modernisierung

 

  • Handwerkhaus-Aussenansicht

Glück, Zufall und ein bescheidener Einsiedler retteten das Alt-Rothenburger Handwerkerhaus vor der Modernisierung. So ist dieses hochinteressante Heimatmuseum eine Attraktion, die ihresgleichen im gesamten fränkischen Raum sucht.

 

 

  • Handwerkhaus-1-Stock

Das kleine historische Baudenkmal diente im Laufe von sieben Jahrhunderten verschiedenen Handwerkern als Wohn- und Arbeitsstätte. Zunächst lebten von 1300 bis 1802 Büttner, Schwarzfärber, Weber und Schuhmacher im Haus, das zu seiner Entstehungszeit noch außerhalb der ersten Stadtmauer lag. In kürzeren Abständen wechselten dann Kesselflicker, Töpfer, Korbmacher, Seifensieder, Pflasterer, Zinngießer und Maurer.

 

 

  • Handwerkhaus-2-Stock

Als andere mittelalterliche Häuser gewandelten Lebensansprüchen angepasst wurden, zog ein Einsiedler in das Haus Alter Stadtgraben 26. Er benötigte keinen Strom, schöpfte Wasser aus dem 14,5 Meter tiefen Brunnen im Haus und war auch mit der niedrigen Decke zufrieden. So wurde nichts verändert und das Handwerkerhaus überlebte die Jahrhunderte unbeschadet in seiner ursprünglichen Bausubstanz. Durch die totale Balkenkonstruktion hat das Haus bis heute seine hohe Tragfähigkeit bewahrt, wenngleich viele Wände sich krumm und bucklig zeigen. Ein Juwel mittelalterlicher Baukunst, das in seinem Originalzustand bestaunt werden kann.

 

 

Öffnungszeiten:

Ostern - 31. Oktober: Montag - Freitag: 11-17 Uhr
an Wochenenden und Feiertagen: 10-17 Uhr
Dezember 14–16 Uhr
(Änderungen vorbehalten!)

Kontakt:

Alt-Rothenburger Handwerkerhaus
Alter Stadtgraben 26, 91541 Rothenburg

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